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Forstliche Standortkartierung im Privatwald

FORSTLICHE STANDORTKARTIERUNG IM PRIVATWALD


Der Geschäftsbereich Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wird im Laufe des Jahres die forstliche Standortkartierung des Privatwaldes im Bereich des Forstamtes Südniedersachsen fortsetzen. Das diesjährige Kartiergebiet schließt Flächen in den Gemarkungen Meimerhausen und Everode ein (siehe anliegende Karte). Im Gebiet enthaltener, von den Niedersächsischen Landesforsten betreuter Genossenschaftswald wird nicht kartiert.

Die forstliche Standortkartierung ist eine wesentliche Grundlage der waldbaulichen Planung. Ihr Ziel ist die Erfassung der für das Waldwachstum relevanten natürlichen Bedingungen als Grundlage für die Empfehlungen zur Baumartenwahl. Bestände aus standortsgerechten Baumarten sind vital, stabil und haben keine negativen Einflüsse auf den Standort. Die

Standortkartierung ist auch eine der Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Fördermitteln für die Begründung von Forstkulturen. Nicht zuletzt liefert sie auch wichtige Basisdaten zur Auswirkung des Klimawandels auf unsere Wälder und zum Bodenschutz.

Die Erkundung der Standortsbedingungen beginnt mit Baggeraufgrabungen entlang befahrbarer Wege und Schneisen. Nach Aufnahme der Bodenverhältnisse werden die Bodeneinschläge wieder verfüllt. Der überwiegende Teil der Bodenuntersuchung erfolgt danach durch Handbohrungen, die das grobe Netz der Bodeneinschläge verdichten. Der Kartierer erfasst neben dem Wasserhaushalt und der Nährstoffversorgung auch die geologische Schichtung und die Substratverteilung im Boden. Daraus lässt sich folgern, wo sich der Schwerpunkt der Nährstoffversorgung befindet. Davon hängt ganz wesentlich ab, welche Baumart auf dem Standort am besten wachsen kann. Liegt der Schwerpunkt z. B. in den unteren Bodenschichten, werden die Nährstoffe nur von tief wurzelnden Baumarten erschlossen. 

Die forstliche Standortkartierung ist eine Aufgabe der Landwirtschaftskammer von öffentlichem Interesse und wird durch das Land Niedersachsen finanziert. Die Ergebnisse werden vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in das Niedersächsische Bodeninformationssystem (NIBIS) übernommen (§ 8 NBodSchG vom 19.02.1999).

Nach § 3 des Niedersächsischen Umweltinformationsgesetzes i.V. m. § 9 Abs. 2 dürfen Umweltinformationen, die private Dritte einer informationspflichtigen Stelle übermittelt haben, ohne rechtlich dazu verpflichtet zu sein oder rechtlich verpflichtet werden zu können, und deren Offenbarung nachteilige Auswirkungen auf die Interessen der Dritten hätte, ohne Einwilligung nicht außerhalb der erhebenden Behörde zugänglich gemacht werden, es sei denn, das öffentliche Interesse an der Bekanntgabe überwiegt. Soweit Privatwaldbesitzer nachteilige Auswirkungen befürchten, sollten sie diese gegenüber den u.a. Ansprechstellen zur Kenntnis geben, so dass die Informationsweitergabe entsprechend eingeschränkt werden kann.

Privatwaldbesitzer, die der Durchführung der Kartierarbeiten in ihren Wäldern nicht zustimmen, werden gebeten, dies dem LWK-Forstamt Südniedersachsen (Anschrift s.u.) spätestens bis zum 15.05.2022 schriftlich per Post, Fax oder E-Mail unter Angabe der Lagebezeichnung (Gemarkung, Flur, Flurstück) mitzuteilen.

Weitere Informationen erhalten Sie beim

Forstamt Südniedersachsen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen; Am Flugplatz 4,

31137 Hildesheim; Telefon: 05121 748985; Fax: 05121 748981; 

E-Mail: foa.suedniedersachsen@lwk-niedersachsen.de

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