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Tierseuche Anzeige

Leistungsbeschreibung

Als privater oder gewerblicher Tierhalter sind Sie verpflichtet, bestimmte Tierseuchen bei der zuständigen Stelle anzuzeigen. Anzeigepflichtig ist jedoch nicht nur der Ausbruch (also die Feststellung der Seuche durch einen Tierarzt), sondern bereits der bloße Verdacht auf einen Ausbruch.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Landkreis und der kreisfreien Stadt.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Rechtsgrundlage

Was sollte ich noch wissen?

Nach dem Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) können für Verluste bei Vieh, die durch Tierseuchen entstanden sind, Entschädigungen von der Tierseuchenkasse gewährt werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Seuchenmeldung unverzüglich erstattet wurde und der Tierseuchenkasse mindestens jährlich die Anzahl der gehaltenen Nutztiere (Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel) gemeldet wird und der jährliche Beitrag bezahlt wurde.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Es werden keine Unterlagen benötigt.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Anzeige muss unverzüglich erfolgen.

Aktuelles:

Staupe bei verendeten Füchsen am Osterberg in Hildesheim nachgewiesen

Das Hundestaupevirus wird immer wieder, so auch im Landkreis Hildesheim bei Wildtieren nachgewiesen. Aktuell wurden 2 Füchse, die am Osterberg in Hildesheim (ehemaliger Truppenübungsplatz) verendet aufgefunden und zur Untersuchung gebracht wurden, positiv auf Staupe getestet. Neben dem Hund erkranken Wildtiere wie Dachs, Marder, Fuchs, Iltis, Wiesel und zunehmend der Waschbär an Staupe. Ausgelöst wird die Hundestaupe durch das Canine Staupevirus, das eng mit dem Masernvirus des Menschen verwandt ist. Für Menschen ist das Hundestaupevirus allerdings ungefährlich.

Das Staupevirus wird durch Speichel, Nasen-, Augensekret, Kot und Urin infizierter Tiere übertragen.

Gerade Fuchs und Marder werden als Erregerreservoire des Staupevirus angesehen. Diese Tiere trifft man immer häufiger in der Nähe menschlicher Siedlungen an. So können sich nicht impfgeschützte Hunde nicht nur durch andere Hunde, sondern auch durch Wildtiere in ihrer näheren Umgebung oder auch beim Waldspaziergang infizieren.

Erste Krankheitsanzeichen sind Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und hohes Fieber. Hinzu kommt eitriger Augenausfluss. Im weiteren Krankheitsverlauf manifestiert sich die Krankheit als Darmform der Staupe (Durchfall und Erbrechen), als Lungenform (Lungenentzündung) oder als sog. Nervöse Staupeform. Bei der Nervösen Staupeform schädigt das Staupevirus das Gehirn. Es kommt zu Verhaltensänderungen, Zittern, Lähmungen und Krampfanfällen. Diese Form endet fast immer tödlich.

Gegen Staupe kann effektiv geimpft werden. Es wird allen Hundebesitzern von dem Veterinäramt des Landkreises angeraten ihre Hunde gegen Staupe impfen zu lassen und diese Impfung regelmäßig zu wiederholen.

Stand: 31.03.2017

Verfahrensablauf

Folgende Angaben sind bei einer Anzeige hilfreich:

  • Welche Seuche wird vermutet oder welche Symptome treten auf?
  • Art, Anzahl und Standort der Tiere
  • Besitzer der Tiere
  • Wurden bereits Maßnahmen getroffen? Wenn ja, welche?
  • Wurden Tiere gekauft oder verkauft?

Außerdem müssen Sie sofort alle möglichen Maßnahmen treffen, um das Ausbreiten der Seuche zu verhindern, z. B. Tiere aufstallen, "verdächtige" Tiere von den anderen absondern, darauf achten, dass keine Tiere den Standort verlassen.

Nach der Anzeige wird der Verdacht von der zuständigen Stelle untersucht. Handelt es sich tatsächlich um eine Tierseuche, werden die im Einzelfall notwendigen Gegenmaßnahmen (z. B. Quarantäne) getroffen.

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